Zwei Yachten entmastet

27. Dezember 2001 - Nach dem Start des Sydney-Hobart-Race am zweiten Weihnachtstag zeigte sich das Regatta-Revier von seiner bekannt berüchtigten Seite: Nach harten Gewitterböen von mehr als 30 Knoten mussten bereits am ersten Tag sieben Yachten aufgeben, zwei australische Boote wurden entmastet.

Die Frauen auf der "Amer Sports Too" beim Start zum Sydney-Hobart (Foto © Carlo Borlenghi/Sea & See/volvooceanrace.org)

"SAP Ausmaid", Gewinnerin über alles der Handicap-Wertung 1996 und 2000, und ein weiteres Süd-Australisches Boot (Secret Men's Business")verloren in der Nacht (lokale Zeit) ihren Mast. Schon am Mittwoch hatte ein 30 Knoten harter südwestlicher Wind (Stärke 7) vier prominente und favorisierte Teilnehmer zur Aufgabe des 57. Sydney-Hobart-Race gezwungen. "Australia Skandia Wild Thing", Cadibarra and Simply Red aus Melbourne und die Gewinnerin von 1999, "Sting" (Sydney) mussten Kurs zurück zur Küste nehmen. Wild Thing zerris es das Groß, und auf Simply Red brach das Vorstag.

Am frühen Abend lokaler Zeit hatte die Yachten eine heftige Gewitter-Böe getroffen. Den schwedischen Maxi "Nicorette", Vorjahres-Gewinner, traf ein Hagelschauer: Skipper Ludde Ingvall berichtete über Funk von Hagelkörnern groß wie Tennisbälle, als die Crew gerade ihr High-Tech-Segel runternehmen wollte. Zu spät: Die "Nicorette" musste mit dem Ersatzsegel weitermachen. Der Segelwechsel und das Beidrehen warf sie auf den neunten Platz zurück.

 

Auch die 60-Fuß große "Grundig" aus Australien, siebte über alles nach den Volvo-60s angeführt von "Illbruck" und "Tyco", hatte ebenfalls große Segelprobleme in dem Unwetter. Als beste IMS-Yacht lag "Bumblebee 5" auf dem zehnten Rang aller Boote, nach dem Maxi "Nicorette". Auf Platz 11 (aller Yachten) liegt bereits "Brindabella", gefolgt von "Line 7". Auf Platz 16 dann die "Ragamuffin" (siehe auch Veterane und Newcomer)

 

Der Wind soll in der Nacht zu Donnerstag abnehmen, sagen die Meteos voraus.

 

 

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