Willy Kuhweide bei der Warnemünder Woche
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Regattaleiter Jahnke bedankt sich bei dem prominenten Helfer der Wettfahrtleitung, Willy Kuhweide (rechts) (Foto © Sören Klement) |
Sichtlich viel Spaß trotz wenig Wind hatte der Kommodore des Deutschen
Challenger Yacht Clubs (DCYC), Willy Kuhweide, auf Bahn Echo. „Die Statuten
des Americas Cup, das sogenannte Deed of Gift, schreiben vor, dass man als
Herausforderer eine Hochseeregatta mit ausgeführt haben muss“, erklärt der
60-jährige am Rande seines Einsatzes in der Wettfahrtleitung. Da der DCYC
der meldende Club für das United Internet Team Germany zum 32. Americas Cup vor Valencia ist und erst vor wenigen Monaten gegründet wurde, muss nun die Erfahrung gesammelt und nachgewiesen werden. „Nächstes Jahr komme ich wieder“, versprach der Goldmedaillengewinner von 1964 im Finn und Bronzemedaillengewinner im Star von 1972 vor seiner Weiterreise in die
Schweiz.
Auch Yngling-Seglerin Ulrike Schümann (Berlin) war über die Windbedingungen nicht sauer: „Ich bin stark erkältet und dadurch geschwächt, jede Segelpause kommt mir ganz recht“, sagt die 38-Jährige, die nach drei Wettfahrten auf Rang drei liegt. Angeführt wird das Feld von Ruslana Taran aus der Ukraine (5 Pkt), zweite ist derzeit Sharon Ferris aus Neuseeland (9 Pkt). Bis zur Weltmeisterschaft der Yngling vom 16. bis 23. Juli auf dem Mondsee in Österreich hofft Schümann wieder fit zu sein.
Beim Laser Europa-Cup segelt ein Deutscher im Feld der 255 Starter aus 29
Nationen ganz vorne mit: Tobias Schadewaldt vom Norddeutschen Regattaverein konnte bereits zwei Wettfahrten für sich entscheiden. Lokalmatador Alexander Schlonski vom See- und Segelsportverein Rostock kehrte am Sonnabend aufgrund eines Fehlstarts früher als gewollt in den Hafen zurück. Auch am Sonntag lief es für den besten Deutschen der Kieler Woche (Platz 5) nicht optimal.
Hoffnungsvoll hingegen der Auftakt der Warnemünder Woche für den
Trainerkoordinator des Deutschen Segler-Verbandes, Dr. Malte Philipp.
Gemeinsam mit Torsten Imbeck und Ulrich Matthiesen entschied der Rostocker die ersten beiden Wettfahrten für sich und setzt sich in dem kleinen, aber leistungsstarken Starterfeld u. a. gegen den Sieger der Kieler Woche Dirk David durch. „Ich bin seit drei Jahren kaum gesegelt und liege jetzt überraschend vorn. Vielleicht war ich so lange raus und damit locker genug“, schätzt der Drachen-Weltmeister von 2001 ein.
Getrübte Sommerstimmung nur bei den 250 Seglern, die vom Yachthafen Hohe Düne aus starten: Sanitär- und Duschcontainer, Bauzäune und das
provisorische Regattabüro in der noch nicht fertig gestellten Bootshalle
sorgen für Unmut am Rande der Wettfahrten: „Es wäre schön gewesen, wenn
alles - wie angekündigt – fertig gewesen wäre im neuen Yachthafen. Auf einer
Baustelle kann man einfach keine internationale Segelsportveranstaltung
durchführen“, meint auch Regattaleiter Uwe Jahnke.
Seh-Tipp an Land: Der Start zur Langstreckenregatta Rund Bornholm im
Seekanal Höhe Mittelmole. In drei Gruppen starten am Montagvormittag die Teilnehmer der Langstreckenregatta Rund Bornholm. 62 Meldungen liegen vor, das längste Schiff ist 14 Meter lang, das kleinste nur 6,50. Nicht in der Wertung, aber auf Jagd nach dem Rekord geht der VOR 60 Racer MAC-AROSA (die Ex-Illbruck) um 11.15 Uhr auf den 270 Seemeilen-Kurs – 28 Stunden, 37 Minuten sind zu knacken.
Rekorde purzelten bei der 68. Warnemünder Woche nur so an Land: 2500 Aktive – so viele wie nie zuvor - nahmen am 4. Niegen Ümgang teil, 8000 Menschen verfolgten das Programm auf der Bühne am Leuchtturm. Höhepunkt des Kulturprogramms der Warnemünder Woche war das Waschzuberrennen, bei dem 15 Teams vor 10 000 Zuschauern Punkte für die beste Show, Geschicklichkeit und den schnellsten Sprint sammelten.


