Travemünder Woche 2006 hochkarätig und anspruchsvoll
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Start frei zur Regatta .... (Foto © Jo Achim Geschke / www.segelfotos-und-meer.de) |
„Die Travemünder Woche hat sich in der Welt des Segelsports als schönste Regattawoche etabliert. Mit der Frischzellenkur an Land erhält sie jetzt weiteren Rückenwind und sie hält Schritt mit den Veränderungen im Ostseebad “, erklärte Johann W. Wagner, Geschäftsführer der für das Landprogramm zuständigen Lübeck und Travemünde Tourist-Service GmbH (HLTS), bei der Travemünder Woche-Pressekonferenz im „Cafe Wien“ in Hamburg (1. Juni). Die Organisatoren erwarten erneut bis zu einer Million Besucher. Weitere sportliche Höhepunkte sind die Norddistrikt-Meisterschaft der olympischen Starboote, die deutsche Meisterschaftspremiere des neuen olympischen Surfbretts Neil Pryde RS:X, die Weltmeisterschaft der internationalen Musto-Skiffs, der Columbia German Grand Prix der 18-Footer und die neue Mittelstrecke Travemünde – Kühlungsborn und zurück, „die sicher das Potential zu einer Kultregatta hat“, meint Travemünder Woche-Chef Claus-Dieter Stolze.
Nach zwei Weltmeisterschaften (1972 und 85) küren die weltbesten Tornado-Segler ab dem 23. Juli zum fünften Mal ihren Europameister in der Lübecker Bucht. „Damit ist Travemünde die Nummer eins. Nirgends hat unsere Klasse so oft eine WM und EM ausgetragen. Die Klasse hat ein Faible für das
Revier, und das spricht auch für die Qualität der Organisation“, so der dreifache Weltmeister Roland Gäbler. Der Olympiadritte von Sydney 2000 rechnet bei den offenen Titelkämpfen mit bis zu 80 Booten, darunter den Weltseglern 2005, den spanischen Titelverteidigern Fernando Echavarri Erasun und Anton Paz Blanco sowie allen olympischen Medaillengewinnern von Athen – Roman Hagara/Hans-Peter Steinacher (Österreich), John Lovell/Charly Ogletree (USA) und Santiago Lange/Carlos Espinola (Argentinien). „Das wird“, so Gäbler, „eine spannende Euro, zumal wir zum ersten Mal auch im neuen Format segeln – mit dem Finalrennen der zehn Besten.“
Die Tornados sind nicht die einzige olympische Klasse, die in Travemünde Titelträger küren. Die 470er segeln ihren Junioren-Weltmeister aus, zum ersten Mal in eine Großveranstaltung eingebettet. Für die zehn Wettfahrten plus Finalrennen rechnet Karin Böge, Mrs. Chairman der Travemünder Woche, mit bis zu 140 Booten aus gut 20 Nationen – das mit Abstand größte Feld der Travemünder Woche. Während die Surfszene auf den Auftritt des neuen Olympiabretts Neil Pryde RS:X schaut, hat die Starbootelite um die Weltmeister Xavier Rohart/Pascal Rambeau (Frankreich) die Chance, zwei Wochen vor der EM im benachbarten Neustadt das Revier zu testen.
Spektakulär und hautnah erlebbar – das versprechen die zuschauerfreundlichen Finalrennen der internationalen Contender sowie der olympischen Tornados, Laser und 470er direkt vor dem Strand, die alle live kommentiert werden. „Näher können Segler und Zuschauer bei einem Segelevent nicht zusammenrücken“, sind sich Stolze und Wagner einig. Denn direkt neben der Nordermole wächst auch die „Holsten Beach Area“ mit dem Skiff-Hafen für bis zu 300 Gleitjollen, vier Beach-Clubs und dem Kinder-Piratendorf aus dem Sand. „Die Beach-Area wird der Star im Landprogramm der Travemünder Woche“, ist sich Wagner sicher. Neben Festival-Plaza im Brügmanngarten, wo viele Stars wie Sydney Youngblood Hörvergnügen bereiten, wird das Holsten-Segler-Village mit maritimen
Gaumenfreuden, Segel-Reparatur-Service, Segelbekleidung und einer 20 Meter langen Bar mit Entertainment-Plattform ein Publikumsmagnet sein. Ein abendlicher Höhepunkt ist die Illuminierung der „Passat“. Ab dem 24. Juli (Montag) erstrahlt die Viermastbark in verschiedenen Farben, zudem gibt es
täglich ab ca. 23 Uhr eine zehnminütige mit Musik untermalte Laser- und Pyro-Show. Die 117. Travemünder Woche endet schließlich am 30. Juli – traditionell mit einem Höhenfeuerwerk an der Nordermole.


