Tour de France: Erster Sieg der Schweizer

15. Juli 2003 - Während sich die Zweiradfahrer durch die wunderschönen französischen Berge gequält haben, genossen die 500 Segler bei der Tour de France unter Segeln ( Tour de France à la Voile, kurz Tour Voile, gesprochen tuur voal) das herrliche Wetter an der französischen Atlantikküste. Die Schweizer konnten in St-Denis d' Oléron erstmals einen Sieg einfahren in diesem 37 Boote starken Feld, das sich mit viel Spass und sportlichem Ehrgeiz rund um Frankreich von Hafen zu Hafen kämpft.

Bei der Tour de France wird hart gesegelt (Foto © Jean-Marie Liot / www.tourvoile.fr)

Die Tour Voile 2003 führt die fast 500 Segler in 13 Etappen von Dunkerque über Dieppe, Cherbourg, über drei Häfen der Bretagne nach Nantes / St. Nazaire an der Loire-Mündung, weiter nach St. Denis d'Oleron (Charente Maritime) nach Arcachon. Von dort gehen die 37 Mumm30 per LKW an die Mittelmeerküste, nach Saint-Cyprien, wo die Etappen im Mittelmeer über Sète, La Ciotat, Saint-Maxime schließlich nach Antibes führen. Eine Regatta, bei der Amateure und Profis (die Regatta ist sehr beliebt) ebenso an den Start gehen wie Studierende – die in einer Extra-Klasse gewertet werden. In jedem Hafen erwarten die Crews zigtausende von Zuschauern, die mit den Seglern in einer extra Zeltstadt feiern. Was die Regattaserie noch ein wenig härter macht ....

 

Um 22:22 Uhr Ortszeit knallte die Startkanone am Freitag in St. Nazaire. "Es wr irgendwie irreal, dieser Start im Dunkeln, mit der Brücke von St. Nazaire im dunklen Hintergrund. Aber es war großartig, ich mochte es," meinte Pierre Loïc Berthet, Skipper der insgesamt Führenden Bouygues Telecom. Die Etappe nach St-Denis d’Oléron lief mit gutem Wind schneller als erwartet, so dass die Crews den großen Teil des Sonntags zum Ausruhen hatten.

 

 

 

Tour Voile

 

Das Feld bleibt oft dicht zusammen – beim Start ... (Foto © Jean-Marie Liot / tourvoile.fr)

 

 

Pierre Loïc Berthet’s "Bouygues Telecom" zeigt große Konstanz in der Leistung und führt weiterhin, auch vor dem Sieger der Voretappe Ville d’Antibes NEC. Am Sonntag schnappten sich die Schweizer auf "Ville de Genève Carrefour Prévention" ihren ersten Sieg in einem Inshore-Rennen, bei dem der Favorit Jimmy Pahun auf "Région Ile de France" sich den zweiten Platz zurück eroberte. Die Schweizer liegen jetzt auf dem 8. Platz über alles. Die Australier auf "Southern Sun Team Australi" kommen inshore nicht so gut heraus, nach einem brillianten 4. Platz in der 100-Meilen-Etappe nach St-Denis d’Oléron wurden sie Sonntag nur 20. Die Italiener auf "Joe Fly Sailing Team" mit Vasco Vascotto und seiner Crew

schnitten auch nicht so gut ab (15.) und liegen im Gesamtclassement auf dem sensationellen neunten Platz.

Lesen Sie dazu auch:

Tour Voile

Die webseite der Tour de France à la Voile:

 Seite drucken  |   Seite versenden