Stürmischer Start zur 8. Etappe
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Die Illbruck beim Start vor La Rochelle ( Foto © Rick Tomlinson / volvooceanrace.org) |
Mit einem perfekten Start, unbedrängt und frei von Abwinden
der Gegner, ging die Leverkusener Hochseeyacht „illbruck“ am späten
Sonnabend Nachmittag in La Rochelle/ Frankreich auf die achte, rund 1000 Seemeilen lange Etappe des Volvo Ocean Race Round the World. Skipper John Kostecki hatte das 19,50 Meter lange Rennboot in der Mitte der Startlinie um Punkt 17 Uhr auf Speed gebracht und das Achter-Feld angeführt. Der härteste Verfolger in der Gesamtwertung, „Assa Abloy“ (Schweden), dagegen erlebte ein Desaster: Das Boot blieb mit dem Kiel in der Ankerleine der Starttonne hängen und musste von zwei Seglern über Bord im Wasser mühsam befreit werden. Die Frauen auf "Amer Sports Too" kamen an einer Wendemarke nicht vorbei und mussten die Tonnen noch einmal umkringeln. Am Ziel im schwedischen Göteborg werden die Schiffe am 30./ 31. Mai erwartet.
Vorhersage: Bis Stärke acht
Frischer bis starker West- bis Südwestwind um die 18 bis 22 Knoten (Stärke 6 ) sorgte gleich zu Beginn der vorletzten und vielleicht schon entscheidenden Etappe für spannende Manöver. An der Spitze entwickelte sich ein Dreikampf zwischen der „illbruck“, der „News Corp“ (Australien) und der „Amer Sports One“
(Finnland/Italien), die zumindest noch theoretische Chancen auf den
Gesamtsieg hat. Indes musste die „Assa Abloy“ rund sieben Minuten hinter
dem Feld die Verfolgung aufnehmen. Mit schmalen Vorsegeln und Überdruck im
Groß kreuzten die Yachten nach einer kurzen Halbwindstrecke zunächst hoch
am Wind an der französischen Atlantikküste entlang.
Für den frühen Sonntag Morgen waren bereits stürmische Böen bis Stärke acht vorhergesagt. Das verspricht einen harten Test für Mensch und Material. Während etliche Segler in den ersten zwei Tagen oft mit Seekrankheit zu kämpfen haben, ist die Spannung auf Rigg, Schoten und allen Beschlägen zum Zerreißen groß.
„Wir hoffen, das alles hält und die Jungs heil ankommen“, meinte illbruck
Challenge Chairman Michael Illbruck, der bei Start für eine halbe Stunde
mit an Bord war.
Nicht über den Sieg reden
Vom vorzeitigen Gesamtsieg redet allerdings noch niemand. Illbruck: „Daran
denken wir nicht. Das ist ein Tabu-Thema.“ Doch ist dem Team natürlich
bewusst, das ein Sieg gegen die „Assa Abloy“ den vorzeitigen Triumph
bedeuten würde. Acht Punkte Vorsprung nimmt das deutsche Boot auf die
fünftägige Etappe, genug für eine vorzeitige Entscheidung. Doch 30
Wendemarken, starke Gezeitenströmung und eine der verkehrsreichsten
Schiffszonen durch den Englischen Kanal liegen noch vor den Hochseesegler.
Die härteste Hochseeregatta der Welt geht dann mit der letzten Etappe am
9. Juni in Kiel an der Ostsee zuende.
Die Crew der „illbruck“ auf der achten Etappe:
Ed Adams (Taktiker), Stuart Bannatyne (Wachführer), Stu „Waffler” Bettany (Vorschiff), Mark “Crusty” Christensen (Wachführer), Richard Clarke und Ray “Hooray” Davies (Segeltrimmer/Steuermann), Dirk “Cheese” de Ridder (Segeltrimmer), Jamie Gale/Mast, Ross “Rosco” Halcrow (Segeltrimmer und Segelprogramm-Manager), Tony Kolb (Vorschiff) sowie Skipper John Kostecki und Navigator Juan Vila.
Gesamtstand nach sieben von neun Etappen:
1. illbruck (Leverkusen) 49 Punkte
2. Assa Abloy (Schweden) 41
3. Amer Sports One (Finnland/Italien) 36
4. News Corp (Australien) 34
5. Tyco (Bermudas) 33
6. SEB (Schweden) 26
7. djuice (Norwegen) 23
8. Amer Sports Too (Finnland/Italien) 10
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