Ozeanüberquerung zum Miterleben
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Die Hippopotamus in der Südsee. (Foto (C) www.Hippopotamus.de ) |
„Wir sind startklar, aber ein wenig aufgeregt bin ich schon – lange haben wir keine so lange Strecke am Stück mehr zurückgelegt“, erklärt Sönke Roever. Denn nach der Atlantiküberquerung im Dezember 2007 (2800 Seemeilen) und der Pazifiküberquerung im Juni 2008 (3000 Seemeilen) liegt nun eine dritte lange Seetrecke über einen Ozean vor den Roevers. „Unsere 2000-Seemeilen-Route führt uns quer über den Indischen Ozean von den Tropen in die Sub-Tropen. Wir schätzen, dass wir mindestens 14 Tage auf See sein werden und das Wetter nicht immer einfach wird. Es sind zwar weitestgehend Passatwindbedingungen auf der Strecke zu erwarten, aber von anderen Schiffen wissen wir, dass unangenehme Kreuzseen aus Süden das Leben auf diesem Streckenabschnitt alles andere als einfach machen“, sagt Judith Roever.
„Eigentlich wollten wir uns das Leben weniger schwer machen und den Indischen Ozean weiter nördlich und in Etappen überqueren. Aber aufgrund der von Somalia ausgehenden Piraterie ist dieser Plan nicht mehr aktuell“, ergänzt Sönke Roever. Die ursprüngliche Idee war, mit Stopp auf den Chagosinseln (unbewohntes britisches Übersee-Territorium) weiter nach Madagaskar zu segeln. Von dort wollten die Roevers durch den Mosambik-Kanal in Richtung Südafrika reisen. „Letzte Woche haben wir uns im Internetcafe die neuesten Informationen besorgt und uns auf die anstehenden Reiseziele vorbereitet. Leider haben wir dabei gesehen, dass das Auswärtige Amt die Gewässer im Norden von Madagaskar inzwischen als unsicher einstuft“, sagt Judith Roever.
Auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes heißt es dazu: „Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean, um die Seychellen, Madagaskar und vor Kenia und Tansania angegriffen und gekapert. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch und kann ein wirksamer Schutz nicht garantiert werden.“ Da die Roevers kein unnötiges Risiko eingehen wollen, haben sie ihre Route geändert. Der neue Kurs führt sie nun südlich statt nördlich an Madagaskar vorbei nach Südafrika.
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Sönke und Judith Roever. (Foto (C) www.Hippopotamus.de ) |
Seit der Abfahrt in Hamburg im Mai 2007 haben die Roevers rund alle zehn Tage in Form bildreicher Logbucheinträge von ihren Erlebnissen berichtet und bis dato mehr als 1,3 Millionen Besucher ihrer Internetseite www.Hippopotamus.de begeistert. Ab morgen (Dienstag) berichtet das Ehepaar nun anders als sonst täglich „live“ von Bord und lässt so Segler wie Nichtsegler bei ihrer Ozeanüberquerung hautnah dabei sein. Reinklicken lohnt sich.
Link zur Internetseite der beiden: www.Hippopotamus.de



