Ladies Match Cup Interboot: Elite der Frauen Match Racer am Bodensee

28. September 2005 - Die internationale Elite des Match Race Segelsports der Frauen trifft sich vom 29. September bis 2. Oktober vor der Stadtkulisse von Friedrichshafen im Rahmen der INTERBOOT. Die Crews kämpfen im höchst dotierten Match Race (Grade 1), das in Deutschland ausgetragen wird, um wichtige Ranglistenpunkte und ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro. Jeweils ab 9 Uhr treten die Seglerinnen zu den Wettfahrten Boot gegen Boot an.

Gesegelt wird beim Ladies Mach Cup auf den schnellen und wendigen Booten „Diamant 2000“ vor der Stadtkulisse von Friedrichshafen.(Foto © Magg) KLICK = größer!

Siegerin einer etwa 20minütigen Wettfahrt ist, wer zuerst über die Ziellinie geht. Der Gesamtsiegerin wird in einer Art Turnierform ermittelt. Die Paarungen werden je nach Windverhältnissen von der Wettfahrtleitung

festgelegt. Gesegelt wird auf sehr wendigen und schnellen Schiffen des Typs „Diamant 2000“, bereitgestellt von der Firma Speedwave, Kressbronn. Die Wettfahrtleitung und die Organisation auf dem Wasser stellt der Match Race erfahrene Yacht-Club Langenargen.

 

Am Start sind acht Crews, die größtenteils in der Match Race Weltrangliste platziert sind. Vier davon unter den ersten vierzig. Die acht Teilnehmerinnen aus sieben Nationen bieten Spitzensegelsport direkt vor der

Uferstraße in Friedrichshafen. Die Schwedin Malin Källström, neunte in der Weltrangliste des Internationalen Segelverbandes, geht als Favoritin in den Wettbewerb. Sie wird sicher dicht bedrängt von der Französin Anne-Claire Le Berre, 26. der Rangliste, und der 27., die Dänin Annette Stroem. Auch Teilnehmerinnen aus Polen, Deutschland, Italien und der Schweiz sind beim Match Race vor der Häfler Kulisse dabei. Die deutsche Flagge hält Kristin Wagner hoch, die schon bei der Olympiade im Yngling (3-Frauen-Kielboot) für Deutschland gesegelt ist.

 

Frauensegelsport ist eines der zentralen Themen auf der diesjährigen INTERBOOT. „Es gibt eine stetig wachsende Gruppe von Seglerinnen, die nun auch im Match Race starten“, sagt Mitveranstalter des Ladies Match Cup Eberhard Magg von Speedwave. „Die besten unter ihnen betreiben dies ungefähr genauso professionell wie die Männer.“ Gerade auf internationaler Match-Race-Ebene - insbesondere bei der Swedish Match Tour - werden seit mehreren Jahren die Frauen im Segelsport gefördert. So gibt es in Schweden

auch ein Grade-1-Event für Frauen und Männer parallel. Dies ist bisher einzigartig im Segelsport.

 

Kommentiert wird das Match Race von dem in Seglerkreisen bestens bekannten Segel-Fernsehkommentator Christoph Schumann. Dieser Sprecher versteht es mit einfachen Worten auch jedem Laien das Regelwerk des Match Race verständlich zu machen. Gesegelt wird auf einem up and down Kurs, der möglichst nahe an der Uferstrasse ausgelegt wird. Die Wettfahrt beginnt mit dem Ankündigungsschuss fünf Minuten vor dem Startschuss. Nach dem Einfahren in das Startrevier liefern sich die Segelcrews heftige Zweikämpfe um eine vorteilhafte Startposition zu erreichen. Passiert einer Crew ein Regelverstoß hat das einen Strafkringel zur Folge (einmal um 360 Grad drehen), was meistens eine Vorentscheidung für die Wettfahrt ist. Ob ein

Regelverstoß vorliegt entscheiden die Schiedsrichter auf dem Wasser sofort.

 

Nicht nur die Teilnehmerinnenliste ist äußerst international, sondern auch die Namen der Schiedsrichter lesen sich wie ein europäisches Potpourri: Philippe Michel aus Frankreich, Leif Nybom aus Finnland, Secundino Cigarram

und Raphael Iturrioz aus Spanien, Roman Müller aus der Schweiz sowie Lorenz Walch, Siegfried Dobler und Georg Ehling aus Deutschland.

 

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