Die VO 60-Yachten

21. September 2001 - Wie schwer, wie breit, wie hoch - und wie wird so ein Boot eigentlich gebaut. Hier stehts, am Beispiel der Illbruck-Pinta, mit einer Grafik.


Die Illbruck-Pinta

Lüa 19,20 m

 

Breite 5,25 m

 

Tiefgang 3,75 m

 

Masthöhe ca 26 m - erstmals Kohlefaser-Masten

erlaubt

 

Gewicht 13,5 To

 

Ballast ca 7,8 To in der Kiel-"bombe" (mehr als 50 Prozent!!)

 

Segelfläche: Groß 117 m2 - Jib 83 m2 - Spi 300 m2

 

Die Illbruck ist eine "inhouse"-Produktion: Seit Herbst 2000 nahm im Werk der illbruck Automotive-Division in Leverkusen-Neuenkamp, wo sonst Kunststoffformteile der Gesamtfahrzeugakustik

gefertigt werden, das neue, ziemlich ungewöhnliches Produkt Gestalt an. Am 31. März 2001 wurde das Boot schließlich auf den Namen "illbruck" getauft und wenig später per Tieflader als Schwertransport zur Verschiffung in die USA nach Bremen gebracht.

Die Hauptkomponenten wurden in einer Kevlar/Schaumkern-Sandwichbauweise gefertigt. Die Arbeiten an der Yacht vom Typ Volvo Ocean 60, die vom Konstruktionsbüro "Farr Yacht Design" aus Annapolis gezeichnet wurde, starteten Ende September 2000, als der führende illbruck-Bootsbauer Killian Bushe die Konstruktionspläne aus den USA

erhielt. Bis zum Roll-out aus der umfunktionierten Werkshalle hatten Bushe und sein Experten-Team aus erfahrenen Bootsbauern weit mehr als 22.000 Arbeitsstunden geleistet. Peinlich genau wurde darauf geachtet, die Rennyacht so leicht wie möglich, aber eben doch so steif zu bauen, dass sie den harten Anforderungen genügt. Insgesamt sechs Monate dauerte der Bau der neuen illbruck Challenge-Rennyacht. Die

Hauptkomponenten wurden in einer Kevlar/

Schaumkern- Sandwichbauweise gefertigt.

Währenddessen trainierten Skipper John Kostecki und seine Crew weiter. Im November und Dezember 2000 testeten sie erstmals einen Kohlefasermast, der seit 2001 durchs Reglement erlaubt ist, und dies gleich unter den harten Wetterbedingungen des Southern

Ocean. Während das Segelteam beim legendären

Sydney-Hobart-Race als Sieger aus der Volvo Ocean 60-Flotte hervorging und in der Gesamtwertung einen hervorragenden dritten Platz belegte, hatten Bushe und sein Team in Leverkusen die Halbzeit ihres eigenen Langstrecken-Rennens erreicht.

 

(Text illbruck Challenge - Andreas Kling - Bearbeitung JAG)

 

 Seite drucken  |   Seite versenden