DaimlerChrysler North Atlantic Challenge: Acht im Ziel04. Juli 2003 - DCNAC / Snow Lion NY Zweite/ „Tempest“ vor „World of Tui“, „Zukunft“, „Vita Bella“, „Hansa“ und „Discoverer“/ Spannend bis zum Schluss machten es die Yachten der zweiten Spitzenstaffel beim Zieleinlauf des DaimlerChrysler North Atlantic Challenge am Donnerstagabend in Cuxhaven. In der vorangegangenen Nacht waren die Yachten in eine Flaute geraten, dabei wurden die Karten noch einmal neu gemischt. Als erste tauchte die Tempest am Horizont auf. Unter Spinnaker rauschte der Zweimaster über die Linie und die folgenden Yachten kämpften verbissen um de Plätze. Bei gutem Wind um 5 Beaufort und gegenan laufender Tide segelte die unter schwedischer Flagge startende Tempest vorweg und kam als dritte Yacht in Ziel. Im Minutentakt folgten die "World of Tui", "Zukunft", "Vita Bella", "Hansa" und "Discoverer" . Am Nachmittag war als zweite Yacht nach der "Zaraffa" (Zieleinlauf am vergangenen Sonnabend) schon die amerikanische "Snow Lion" in Cuxhaven angekommen.

Die amerikanische Snow Lion vor Cuxhaven (Foto © Michael Meyer/ www.dcnac.de)

Die Sechsergruppe wurde in Cuxhaven begeistert empfangen. Die World of Tui konnte somit den Titel der „Ersten deutschen Yacht im Ziel“ für sich verbuchen. Zieleinlaufzeiten (Ortszeit): Tempest: 19.38.06 Uhr - World of Tui: 19.54.32 Uhr - Zukunft: 20.00.15 Uhr - Vita Bella: 20.06.54 Uhr - Hansa: 20.20.15 Uhr - Discoverer: 20.30.35 Uhr. Damit haben Tempest, World of Tui, Zukunft und Vita Bella das Rennen in knapp unter 19 Tagen geschafft.

Es war ein Flautenpoker die ganze Nacht zu Donnerstag. In den frühen Morgenstunden dann entwischte die US-amerikanische „Snow

Lion“ der Konkurrenz und lief um 15.14 Uhr und 33 Sekunden bei frischer

Brise unter Spinnaker als zweite Yacht der DaimlerChyrsler North

Atlantic Challenge 2003 in Cuxhaven über die Ziellinie. Danach kippte

die Tide in der Elbmündung wieder, und die nachfolgenden Boote, darunter

die „Hansa“ aus Glücksburg, die „Zukunft IV“ aus Kiel, die „World of TUI

Hamburg“ und die „Vita Bella“ aus Rendsburg, mussten gegen die Strömung

segeln. Zwischen ihnen entwickelte sich ein spannender Mehrkampf mit der

englischen „Discoverer“ und der „Tempest“ unter schwedischer Flagge, die

alle am späten Nachmittag fast gleichauf lagen. Ihr Zieleinlauf wurde

zwischen 19 und 20 Uhr deutscher Zeit erwartet.

„Es war eine lange, harte Regatta mit Flauten und Stürmen, und wir sind

überglücklich, als Zweite in Deutschland angekommen zu sein“, sagte

„Snow Lion“-Eigner und -Skipper Lawrence Huntington nach dem

Zieldurchgang. Stolz stand der Commodore des mitveranstaltenden New York

Yacht Clubs (NYYC) selbst am Ruder seines feuerroten „Schneelöwen“,

hatte sich extra frisch rasiert und ein hellgelbes Polohemd angezogen.

„Die Crew ist zweimal so richtig gebeutelt worden, als wir bei schwerem

Wetter gegen an bolzen mussten“, so der 68-Jährige. Es habe dabei außer

einem gebrochenen Spibaumbeschlag keine nennenswerten Schäden an Bord

gegeben.

Unter dem Applaus von mehr als hundert Zaungästen auf der Seebäderbrücke

in Cuxhaven lief die „Snow Lion“ für eine Viertelstunde in die Marina

von Cuxhaven ein, bevor sie sich gleich wieder auf den Weg nach Hamburg

machte, wo sie am Abend von Feuerlöschfontänen und NRV-Präsident Gunter

Persiehl begrüßt wurde. Am Freitag (4. Juli) wird dort die Eventwoche

für jedermann im Race Village auf der Kehrwiederspitze eröffnet. „Ein

Bier und eine Dusche, in dieser Reihenfolge“, so Huntington nach seinem

sehnlichsten Wunsch, aber vor allen ein reichhaltiges Dinner. „Wir

hatten zum Schluss nur noch Teebeutel und Zucker an Bord.“ Die für 19

Tage geplanten Mahlzeiten waren restlos verputzt.

Insgesamt brauchte die „Snow Lion“ 18 Tage, 19 Stunden, 4 Minuten und 33

Sekunden für die 3.613 Seemeilen. Das ergab für sie vorläufig den 16.

Platz in der Gesamtwertung nach berechneter Zeit. Es führte weiter die

„Zaraffa“ (USA), die bereits am Sonnabend eingelaufen war, vor der „Team

888“ (England) und der Kieler „UCA“ von Klaus Murmann, die eine Woche

später gestartet waren und am Sonnabend erwartet werden. Im Kampf um

Platz vier lagen die „Zukunft IV“ vom Kieler Yacht-Club und die

„Discoverer“, die mit englischen Soldaten besetzt ist, nur wenige

Minuten auseinander.

Skye 51 "Hobby musste aufgeben

Unterdessen musste die Skye 51 „Hobby“ von Johan Stefan Reith aus

Hamburg wegen technischer Probleme das Rennen aufgeben. Sie will

trotzdem versuchen, nach Hamburg durchzufahren, um noch an der Festwoche teilzunehmen, die bis zum 12. Juli gefeiert wird. Damit sind zehn der 63 gestarteten Yachten der DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003

ausgeschieden.

Leser des Seglermagazin.de finden die kompletten Berichte und die Fotos der meisten Yachten in den Artikeln unter

 

DaimlerChrysler North Atlantik Challenge

Die website des DCNAC:

 

www.dcnac.de

 


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