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Die amerikanische Snow Lion vor Cuxhaven (Foto © Michael Meyer/ www.dcnac.de) |
Die Sechsergruppe wurde in Cuxhaven begeistert empfangen. Die World of Tui konnte somit den Titel der „Ersten deutschen Yacht im Ziel“ für sich verbuchen. Zieleinlaufzeiten (Ortszeit): Tempest: 19.38.06 Uhr - World of Tui: 19.54.32 Uhr - Zukunft: 20.00.15 Uhr - Vita Bella: 20.06.54 Uhr - Hansa: 20.20.15 Uhr - Discoverer: 20.30.35 Uhr. Damit haben Tempest, World of Tui, Zukunft und Vita Bella das Rennen in knapp unter 19 Tagen geschafft.
Es war ein Flautenpoker die ganze Nacht zu Donnerstag. In den frühen Morgenstunden dann entwischte die US-amerikanische „Snow
Lion“ der Konkurrenz und lief um 15.14 Uhr und 33 Sekunden bei frischer
Brise unter Spinnaker als zweite Yacht der DaimlerChyrsler North
Atlantic Challenge 2003 in Cuxhaven über die Ziellinie. Danach kippte
die Tide in der Elbmündung wieder, und die nachfolgenden Boote, darunter
die „Hansa“ aus Glücksburg, die „Zukunft IV“ aus Kiel, die „World of TUI
Hamburg“ und die „Vita Bella“ aus Rendsburg, mussten gegen die Strömung
segeln. Zwischen ihnen entwickelte sich ein spannender Mehrkampf mit der
englischen „Discoverer“ und der „Tempest“ unter schwedischer Flagge, die
alle am späten Nachmittag fast gleichauf lagen. Ihr Zieleinlauf wurde
zwischen 19 und 20 Uhr deutscher Zeit erwartet.
„Es war eine lange, harte Regatta mit Flauten und Stürmen, und wir sind
überglücklich, als Zweite in Deutschland angekommen zu sein“, sagte
„Snow Lion“-Eigner und -Skipper Lawrence Huntington nach dem
Zieldurchgang. Stolz stand der Commodore des mitveranstaltenden New York
Yacht Clubs (NYYC) selbst am Ruder seines feuerroten „Schneelöwen“,
hatte sich extra frisch rasiert und ein hellgelbes Polohemd angezogen.
„Die Crew ist zweimal so richtig gebeutelt worden, als wir bei schwerem
Wetter gegen an bolzen mussten“, so der 68-Jährige. Es habe dabei außer
einem gebrochenen Spibaumbeschlag keine nennenswerten Schäden an Bord
gegeben.
Unter dem Applaus von mehr als hundert Zaungästen auf der Seebäderbrücke
in Cuxhaven lief die „Snow Lion“ für eine Viertelstunde in die Marina
von Cuxhaven ein, bevor sie sich gleich wieder auf den Weg nach Hamburg
machte, wo sie am Abend von Feuerlöschfontänen und NRV-Präsident Gunter
Persiehl begrüßt wurde. Am Freitag (4. Juli) wird dort die Eventwoche
für jedermann im Race Village auf der Kehrwiederspitze eröffnet. „Ein
Bier und eine Dusche, in dieser Reihenfolge“, so Huntington nach seinem
sehnlichsten Wunsch, aber vor allen ein reichhaltiges Dinner. „Wir
hatten zum Schluss nur noch Teebeutel und Zucker an Bord.“ Die für 19
Tage geplanten Mahlzeiten waren restlos verputzt.
Insgesamt brauchte die „Snow Lion“ 18 Tage, 19 Stunden, 4 Minuten und 33
Sekunden für die 3.613 Seemeilen. Das ergab für sie vorläufig den 16.
Platz in der Gesamtwertung nach berechneter Zeit. Es führte weiter die
„Zaraffa“ (USA), die bereits am Sonnabend eingelaufen war, vor der „Team
888“ (England) und der Kieler „UCA“ von Klaus Murmann, die eine Woche
später gestartet waren und am Sonnabend erwartet werden. Im Kampf um
Platz vier lagen die „Zukunft IV“ vom Kieler Yacht-Club und die
„Discoverer“, die mit englischen Soldaten besetzt ist, nur wenige
Minuten auseinander.
Skye 51 "Hobby musste aufgeben
Unterdessen musste die Skye 51 „Hobby“ von Johan Stefan Reith aus
Hamburg wegen technischer Probleme das Rennen aufgeben. Sie will
trotzdem versuchen, nach Hamburg durchzufahren, um noch an der Festwoche teilzunehmen, die bis zum 12. Juli gefeiert wird. Damit sind zehn der 63 gestarteten Yachten der DaimlerChrysler North Atlantic Challenge 2003
ausgeschieden.
Leser des Seglermagazin.de finden die kompletten Berichte und die Fotos der meisten Yachten in den Artikeln unter
DaimlerChrysler North Atlantik Challenge
Die website des DCNAC:


