Auf zum letzten Start
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Die "Illbruck" will gewinnen ( Foto © Rick Tomlinson/ volvooceanrace) |
Innerhalb der Flotte werden einige private Matches ausgefochten. Zuerst ist
da das Duell zwischen der derzeit führenden illbruck mit 54 Punkten gegen
ASSA ABLOY von Schweden mit 49 Punkten. ASSA ABLOY hat als einzige Yacht die Chance illbruck auf dieser Etappe als Gesamtsieger zu entthronen und den Pokal für den Gesamtsieg, die Glasstatue von Waterford Crystal nach Hause zu nehmen.
Das große Finale, die neunte Etappe des Volvo Ocean Race Round the
World, der härtesten Segelregatta der Welt, führt nach Kiel, wo die
Yachten am Sonntag nach dem Mittag erwartet werden. Bei fünf Punkten
Vorsprung geht die Leverkusener Yacht mit einem scheinbar beruhigenden
Vorsprung auf die letzten 218 Seemeilen. Doch Verfolger „Assa Abloy“ hatte
besonders auf den Kurzstrecken seine Stärke bewiesen. Gewinnen die
Schweden auch in Kiel, kann die „illbruck“ allerdings dennoch Fünfter
werden, um den ersten deutschen Gesamtsieg beim Rennen rund um die Welt
mit nach Hause zu nehmen.
"Illbruck" will gewinnen
„Auf diese Rechnereien wollen wir uns am liebsten gar nicht einlassen“,
meinte „illbruck“-Skipper John Kostecki, „wir wollen besonders dieses
Teilstück gewinnen und als Sieger in die Förde einlaufen.“ Aus eigener
Kraft kann der Gegner eh nichts mehr ausrichten, weshalb Kosteckis Taktik
auch klar feststeht: „Gewinnen wir den Start, werden wie ‚Assa Abloy’
abdecken. Verlieren wir ihn, versuchen wir, am Heck zu bleiben und keine
Schiffe dazwischen kommen zu lassen.“ Denn ein knapper Zweikampf wäre das
beste, was der „illbruck“ passieren könnte. „Assa Abloy“ bliebe höchstens
der kleine Triumph, die Deutschen nochmals besiegt zu haben; in der
Endabrechnung aber hieße es, „illbruck“ bleibt vorn.
Von Nervosität war in beiden Lagern weniger zu spüren, als sicher hinter
den Kulissen herrscht. Die „illbruck“-Crew, die gegenüber der vorigen
Etappe unverändert bleibt und mit zwölf Mann antritt, müsste so schlecht
abschneiden, wie die gesamten 32.500 Seemeilen nicht. Drei vierte Plätze
stehen zu Buche bei vier Siegen und einem zweiten Rang. Das würde bei
einem Sieg der Schweden und Punktgleichheit durch einen sechsten Platz der
„illbruck“ jedoch aufgrund des einzigen dritten Rangs der „Assa“ deren
Gesamtsieg bedeuten. Anders bei einen zweiten Rang von Skipper Neil
McDonald, der seine Taktik der „illbruck“ auf und davon zu fahren, nicht
verraten wollte oder keine wirklich wirkungsvolle hatte. Dann könnte die
„illbruck“ sogar Vorletzte werden und hätte bei 56 Punkten für beide einen
entscheidenden Etappensieg mehr.
Leicht sollen die Winde angeblich werden, sagen die meisten Prognosen,
obwohl am Freitag noch starke Ostböen über die Kieler Bucht fegten. „Wir
haben uns mit der Segelgarderobe auf schwache Winde eingerichtet und das
Boot auch nochmals leichter gemacht“, verriet Kostecki, „die Fehler des
vorigen Legs passieren uns nicht wieder.“ Zuversicht und Konzentration
prägen das Lager der illbruck Challenge. Gegen einen Zieleinlauf am
Vormittag hat die Regattaleitung Extra-Schleifen am Kiel-Leuchtturm
vorgesehen. Es könnte jedoch auch der späte Nachmittag mit dem Zieleinlauf
werden. Egal, ob Kostecki & Co. nun schon mittags den frenetischen Jubel
von mehr als 100.000 Zuschauer entgegen nehmen können, eines ist ihnen
Gewiss: Die Sympathie ihrer Familien, Freunde und Fans wäre ihnen auch
nach einem noch so unwahrscheinlichen zweiten Platz sicher.
Die Crew der „illbruck“ :
Stuart Bannatyne (Wachführer), Stu „Waffler” Bettany (Vorschiff), Mark “Crusty” Christensen (Wachführer), Richard Clarke und Ray “Hooray” Davies
(Segeltrimmer/Steuermann), Dirk “Cheese” de Ridder (Segeltrimmer), Noel
“Nitro” Drennan (Segeltrimmer/Steuermann), Jamie Gale/Mast, Ross “Rosco”
Halcrow (Segeltrimmer und Segelprogramm-Manager), Tony Kolb (Vorschiff)
sowie Skipper John Kostecki und Navigator Juan Vila.
Gesamtstand nach acht von neun Etappen:
1. illbruck (Leverkusen) 54 Punkte
2. Assa Abloy (Schweden) 49
3. Amer Sports One (Finnland/Italien) 40
4. News Corp (Australien) 40
5. Tyco (Bermudas) 40
6. SEB (Schweden) 29
7. djuice (Norwegen) 25
8. Amer Sports Too (Finnland/Italien) 11
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