Around Alone: Stamm ist fast da
![]() |
Bernard Stamm auf "Bobst Group Amor Lux" – hier beim Start im brasilianischen Bahia – führt auch auf der letzten Etappe (Foto © Mary Ambler / www.aroundalone.com) |
Heute im Lauf des Tages, gebremst von einem Hoch mit schwachen Wind, wird der dominierende Bernard Stamm die Ziellinie vor Newport duchsegeln. Der tropische Sturm, der ihm und den anderen drohte, hat ihn verschont. Nach Etmalen von 250 und mehr Seemeilen hatte er gestern nur noch 6,6 Meilen / Stunde auf der Logge .... Stamm hatte kurz nach dem Start in Bahia Brasilien zur fünften und letzten Etappe die Führung übernommen und sie seither nicht mehr abgegeben. Immer auf Geschwindigkeit aus, fällt es ihm wohl äußerst schwer, langsam zu segeln. "Ich mache gute Distanzen bei 15 Knoten," schrieb er vorgestern, "bei SSE-lichem Wind um 24 Knoten. Ich habe den Spinnaker eingeholt, segle jetzt unter Gennaker. Ich könnte den Spi wieder setzten, aber es ist nicht nötig drei Tage vor dem Ziel noch etwas zu zerreissen. Letzte Nacht habe ich 25 Minuten geschlafen, wachte auf, als sich das Boot bei 27 Knoten unter Spi auf die Seite legte. Also nahm ich den Spi weg und setzte den Gennaker."
Stamms härtester Verfolger auf dieser Etappe ist Simone Bianchetti auf "Tiscali", der fast 300 Meilen hinter ihm liegt und Ocean Planet Skipper Bruce Schwab auf den Dritten Platz verwiesen hat. Schwab will in seinem Heimatland unbedingt auf dem Podium stehen. Bianchetti hat nach seinem Mastbruch auf der 2. Etappe jetzt sein bestes Rennen. Bianchetti hätte alle Chancen, nach der harten Aufholjagd nach Kapstadt und dem erschöpfenden Südlichen Ozean jetzt einen guten Platz hinzulegen. Er ist mit "Tiscali" sicher einer der härtesten Konkurrenten von Stamm. Bianchetti könnte Stamm noch einholen, wenn der für einige Zeit vorhergesagte Wind aus südlichen Richtungen ihn eher erreicht als den vor ihm liegenden Stamm, der kaum Wind hat ...
Von südlichem oder westlichem Wind profitierte auch Thierry Dusbois auf "Solidaires", um die Distanz zum führenden Freund kleiner zu machen. Er hat Chancen dafür: Eine Kaltfront zieht durch – aber die würde auch "Tiscali" guten Wind bringen. Allerdings müssten sie alle dann aufkreuzen.
Um noch vorne mitzumischen, müsste sich die 28-jährige Enmma Richards ziemlich beeilen. Sie wird von der Kaltfront erst später als die anderen etwas abbekommen. Mittendrin in den 60-Fuß-Yachten liegt Brad van Liew mit seinem kürzeren 50-Fuß "Tommy Hilfiger Freedom America", der gut vorbereitet wiederum ein hervorragendes Rennen segelt und seine Klasse II unangefochten in dieser Etappe und über alles gewinnen wird, wenn alles gut geht.
Positionen Dienstagnacht:
Klasse 1 - Open 60s
1. Bobst Group, Bernard Stamm, 367 Seemeilen zum Ziel
2. Tiscali, Simone Bianchetti, 289 Seemeilen zurück
3. Ocean Planet, Bruce Schwab, 348 sm zurück
4. Solidaires, Thierry Dubois, 424 sm zurück
5. Pindar, Emma Richards, 566 sm zurück
Klasse 2 - 50's and 40' Fuß
1. Tommy Hilfiger Freedom America, Brad Van Liew, 744 Seemeilen
2. Everest Horizontal, Tim Kent, 201 sm zurück
3. Spirit of Yukoh, Kojiro Shiraishi, 568 sm zurück
4. BTC Velocity, Alan Paris, 805 sm zurück
Lesen Sie dazu auch:
sowie
Die Website der Weltregatta:


