Americas Cup: Krach um die Kanne - Team Germany will 2009 starten

04. Oktober 2007 - Das Americas Cup Management (ACM) hat gestern bekannt gegeben, dass es eine Verschiebung des nächsten Cups über 2009 hinaus überlegt. Hintergrund ist die Klage von BMW Oracle und seines Clubs, des Golden Gate Yacht Clubs, in New York. Larry Ellison und der Club klagen gegen die neuen Bedingungen zur Austragung des nächsten Cups - den allerdings die Sieger in vergangenen Jahrzehnten oft verändert haben. Jochen Schümann, neuer Chef vom United Internet Team, betont nun in einer Presseerklärung, dass der Cup 2009 ausgetragen werden sollte. Das deutsche Team sei hervorragend darauf eingestellt.

Jochen Schümann, Teamchef bei United Internet Team Germany (Foto© Jo Achim Geschke/ www.motoryachten-und-meer.de)

Schon in früheren Jahren hat es heftige gerichtliche Auseinandersetzungen um den Cup gegeben. Schon allein deswegen,  weil die Amerikaner über geänderte Regeln versucht hatten, ihre Konkurrenten auszutricksen. Jetzt  allerdings hat der Alinghi vertretende Yacht Club Societe Nautique Geneve (SNG) als Verteidiger und der  spanischen Yacht Club CNEV als Challenger of Rekord das Protokoll des AC geändert und - wie berichtet -  auch eine neue Klasse von Booten initiiert. Die Amerikaner von BMW Oracle USA  klagen dagegen, weil  sie sich benachteiligt fühlen.

Das ACM sieht nun durch Verzögerungen bei der Klage in New York die Vorbereitungen für einen Cup ab  2009 in Gefahr und wil ihn verschieben.


Dazu erklärt Jochen Schümann:
Der America’s Cup muss in der neuen Klasse 2009 in Valencia stattfinden

Team Germany mit dem neuen Teamchef Jochen Schümann ist voll im Zeitplan mit dem Aufbau seines  Teams für den 33. America’s Cup. Schümann: „Wir haben die Herausforderung angenommen, in einer  neuen Bootsklasse, der AC90-Klasse, im Sommer 2009 in Valencia zu segeln. Unser neugebildetes  
Design-Team formiert sich dieser Tage in der Team Base in Valencia, um nach Bekanntgabe der neuen  Design-Regeln Ende Oktober die erste 90ft. America’s Cup Yacht zu designen und in Deutschland zu  bauen.“

Team Germany meldete im Juli 2007 auf Basis des aktuell vorliegenden Protokolls, das zwischen dem  Alinghi vertretenden Yacht Club Societe Nautique Geneve (SNG) und dem spanischen Yacht Club CNEV  geschlossen wurde. Michael Scheeren, CEO der deutschen Herausforderung: „Wir erwarten in den  
kommenden Tagen weitere Details zum Protokoll vom Veranstalter America’s Cup Management und sind  bereit, Veränderungen zu akzeptieren. Das Ziel muss es sein, ein attraktives Reglement für alle  teilnehmenden Teams und die Segelfans zu schaffen.“

Team Germany ist überzeugt davon, dass der America’s Cup stark genug ist, um alle Probleme in den  etablierten Gremien mit dem Verteidiger Alinghi , allen anderen Teams und dem Veranstalter ACM zu  lösen. Mit Blick auf die zivilrechtliche Klage des Golden Gate Yacht Clubs und BMW ORACLE Racing gegen  Alinghi unterstützt Team Germany alle Versuche, auch BMW ORACLE Racing in den bestehenden Kreis der  Herausforderer einzubeziehen. Schümann: „Die jetzige Situation und eine mögliche Verschiebung des für  
2009 geplanten 33. America’s Cup würde unserem Sport und seinem gewachsenen Ansehen in der Welt  schaden. Wir unterstützen alle Anstrengungen, eine außergerichtliche Einigung zu erreichen.“ Jochen  
Schümann weiter: „Die im neuen Protokoll vorgeschlagene neue Bootsklasse unterstreicht den  Führungsanspruch des America’s Cups in der Segelwelt und wir erwarten für 2009 einen großartigen  Wettbewerb in der Segelarena vor Valencia.“



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