America's Cup in Zahlen
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Nach 40 Minuten im vierten Match: Der Mast von NZL 82 bricht in ruppiger Welle!(Foto © Bob Grieser/ Louis Vuitton/ americascup.yahoo.com) |
Der 31. America's Cup war in vieler Hinsicht rekordverdächtig und erstaunlich. So gewann Alinghi SUI 64 den Cup mit dem bisher geringsten durchschnittlichen Vorsprung von 25 Sekunden. Was eigentlich für die Neuseeländer eine Ehrenrettung ist. Russel Coutts hat mit seinen 14 Siegen im America's Cup zwar einen Rekord aufgestellt – wird aber von fünf Mitgliedern des Alinghi -Teams übertroffen, die insgesamt 15 Cup-Siege segelten. Ein Vergleich mit Ergebnissen aus der langen Cup-Geschichte.
Alinghi SUI 64 beendete die gesamte Cup-Saison mit den Herausforderer-Rennen im "LouisVuitton Cup" mit einem Rekord von 31 Siegen und 4 Verlusten. Auf dem Wasser siegten sie 30 Mal und verloren lediglich 3 Mal.
Brad Butterworth (Taktiker), Murray Jones (Traveller und Wettertaktik), Warwick Fleury (Großschot), Simon Daubney (Genua Trim) and Dean Phipps haben alle 15 Siege hinter sich, weil sie im Jahr 2000 mit Team NZL den Cup verteidigten, als Skipper Coutts an Land blieb – um den damals zweiten Steuermann Dean Barker für das letzte Match ans Ruder zu lassen. Coutts hat aber mit seinen 14 Match-Siegen – ohne Verluste ! - alle anderen Skipper in der Cup-Geschichte überflügelt. Darunter Dennis Conner mit 13 Siegen und Charlie Barr, der 1899 am Ruder der amerikanischen "Columbia" segelte. Mit Barr und Harold Vanderbilt hat Russell Coutts drei Cup-Siege hintereinander gemeinsam und ist damit einer der erfolgreichsten Skipper in der 152-jährigen Geschichte der Kanne.
Der knappste Durchschnitts-Vorsprung bei einem Cup war übrigens das Finale zwischen William I. Koch’s "America 3" und Raul Gardini’s Il Moro di Venezia: In den fünf Rennen lag "America 3" 1992 im Schnitt 52 Sekunden vorn.
Alinghi SUI hat als erstes Team im ersten Anlauf gewonnen und das auch noch mit 5:0, wobei zum ersten Mal ein Verteidiger zwei Rennen wegen Materialschäden und Bruch aufgeben musste. NZL 82 fiel in Rennen eins nach 17 Minuten aus wegen eines gebrochenen Baums, zweier aus dem Vorstag fliegenden genuas und zubviel Wasser im Schiff. In Rennen vier fielen sie aus wegen Mastbruchs, weil eine Saling-Aufhängung brach.
Der 31. Cup war der längste bisher: Seit dem Start des Louis Vuitton Cup's im vergangenen Oktober wurden an 26 von 73 Tagen – das sind 35, 6 Prozent ! – die Matches wegen Windproblemen verschoben.
Das engste Match im America's Cup lief übrigens zwischen dem Teekönig Sir Thomas Lipton auf der legendären, inzwischen wieder restaurierten "Shamrock" und dem Herreshoff-Design "Resolute" : Sie kamen im dritten Rennen 1920 gleichzeitig ins Ziel!
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