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Können die Schweizer mit Alinghi SUI 64 die "hässlichste Kanne der Welt", den America's Cup, nach 152 Jahren nach Europa holen? (Foto © Thierry Martinez / Team alinghi ) |
Der Chef des italienischen Modeunternehmens und Multis schockte sogar seine Teammitglieder, die vom Rückzug nach eigener Aussage nichts wussten. Patrizio Bertelli erklärte in einem Interview mit der italienischen Zeitung "Gazetto dello Sport", das Prada nicht mehr antreten werde. Bertelli soll 130 Millionen US-Dollar in die zwei AC-Kampagnen gepumpt haben. Die Rennyachten, die alle den Namen "Luna Rossa" (roter Mond) trugen, stehen zum Verkauf. Ein Interessent soll bereits nachgefragt haben – aus Italien....
Gemischtes Doppel
Die französische Segel-Management-Firma K-Yachting gab bekannt, das sie mit der "K-Challenge" zum nächsten Cup mit einem Budget von 60 Millionen US-Dollar antreten werde. Das besondere: Es soll ein internationales Team aus Frauen und Männern segeln. Stephan Kandler ist General Manager, Ortwin Kandler, bekannt als Manager von Airbus Industries, ist Ehrenpräsident. Die Namen, die bei der ersten Pressekonferenz genannt wurden, gehören zu den bekanntesten in der internationalen Segel-Szene. Die Amerikanerin Dawn Riley, die bereits einmal eine Cup-Crew skipperte, ist sailing team manager. Außerdem mit dabei: Bruno Dubois und Thierry Peponnet.
"Wir werden schon Ende des Jahres mit dem Segeln beginnen," sagte Managerin Dawn Riley. In diesem Sommer werde in Frankreich in einem Camp mit der Auswahl der Crew begonnen. Sie sei schon drei Monate in Auckland und habe mit vielen Seglern und Designern gesprochen, so Riley vieldeutig. (bei Prada werden ja auch gerade gute Leute frei ....) Es seien bereits Designer ausgeguckt, aber die haben noch Verträge und dürfen nichts sagen .... Doch schon nächsten Monat sollen die ersten Design-Treffen beginnen. Der französische Hafen Marseille hat bereits angeboten, das K-Challenge-Team zu beherbergen. (Die Franzosen zeigen, wie's geht – warum machen das die Deutschen mit dem fast fertigen Cupper von Illbruck / Pinta Racing nicht mal nach ?)

5 bis 10 Prozent harren der Vollendung – wo ist der Sponsor ? Der Cupper von Illbruck, jetzt Pinta Racing Challenge, auf der Boot ( Foto © Jo Achim Geschke)
Neues Cup Format
Ernesto Bertarelli (Chef von Alinghi SUI 64 und einer Schweizer Bio-Tech-Firma) und seine Manager haben bereits neue Regeln für den Cup vorbereitet. In einem brisanten Artikel schreibt die angesehene amerikanische "Washington Post" ( www.washingtonpost.com ) bereits über Einzelheiten. So sollen die Segler nicht mehr aus einem Land kommen bzw. nicht mehr dort leben / wohnen müssen wie jetzt (weshalbSchümann zurzeit ja Schweizer ist ...) .
Bertarelli, der von Software-Milliardär Larry Elleison unterstützt wird, dem Chef von Oracle BMW, will den Cup von jetzt 4 ½ Monaten auf zwei oder drei verkürzen. Zudem sollen Herausforderer-Regatten und der Cup unter der selben Schirmherrschaft stehen und die selben Oberschiedsrichter haben – und den selben Sponsor. Alles werde vom Verteidiger kontrolliert werden können. Alinghi SUI 64 muss für diese Änderungen aber Partner haben, die einer Änderung der festgeschriebenen "Deed of Gift" zustimmen. Gerüchteweise sollen die Vorschläge bereits bei anderen Teams kursieren ... Der erste Herausforderer, der sich mit den neuen Regeln einverstanden erklärte, wäre wohl OracleBMW USA aus San Fransiscos Golden Gate Yacht Club mit Ellison. Die beiden Milliardäre sollen sich gut leiden können. Bertarelli will übrigens den nächsten Cup 2007 aussegeln – damit er sich nicht überschneidet mit der Fussball-Weltmeisterschaft 2006 !
Mehr Teams, mehr Sponsoren
Sollten die Neuseeländeer den Cup verteidigen können, rechnen Experten nur mit sechs Teams, die zu den Antipoden fahren. Kommt der Cup nach Europa ans Mittelmeer und erreicht die Millionen-Population in Europa, kommen bis zu 16 Teams zur Herausforderung, weil sich mehr (europäische) Sponsoren finden werden. Und schließlich haben schon seit Jahrzehnten Segler beklagt, dass der Cup nach antiquierten Regeln ausgetragen werde .... Aber erst mal muss Alinghi SUI 64 gewinnen.
Was ist mit dem deutschen Cupper?
Was ist, wenn der Cup nach Europa kommt? Noch immer sind Illbruck, Kostecki und Co bereit für eine Cup-Kampagne mit dem zu 95 Prozent fertig gestellten Cupper von Illbruck aus dem vorigen Jahr bei Pinta Racing. Und es könnte sich bei einem America's Cup vor europäischer Küste sicherlich ein Sponsor finden, der auch einen nicht-Norddeutschen unterstützt. Schließlich kommt viel High-Tech-Material und Know How für die Cupper aus Deutschland – denkt man nur mal an den Designer von Alinghi SUI 64, den in Hamburg lebenden Rolf Vrolijk ...
Noch immer ist das portugiesische Cascais als Austragungsort im Gespräch – denn Alinghi SUI 64's Geldgeber Bertarelli will den Cup nicht in einem Land aussegeln lassen, das ein Herausforderer-Team stellt. Macht ja Sinn. Und Monaco hat bereits abgesagt: Das Fürstentum sei einfach nicht groß genug für solch einen Riesen-Event.
Das nächste Rennen ist für Donnerstag angesagt. Der Sieger braucht im "Best-of-nine" Modus fünf erste Plätze.
America's Cup 2003: Race 4 fünf Mal verschoben
Race 4:
Alinghi SUI 64 versus NZL 82: Alinghi SUI 64, …. Sek. Vorsprung
Punktestand:
Alinghi SUI 64 : 3 Punkte
Team NZL 82: 0 Punkte
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"Kampf um die Kanne beginnt" – mit Erklärung der Renn-Regeln
Website des Americas Cup 2003:


