America's Cup: Fortsetzung folgt
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gedränge im Hauraki-Golf : Alinghi SUI 64 im Rennen 3 vor NZL 82(Foto © Bob Grieser / Louis Vuitton/ americascup.yahoo.com) |
Das Match wurde um 15.25 Uhr Ortszeit auf Samstag verschoben. Team NZL 82 hatte nein gesagt, als Racedirektor Harold Bennett gemäß den Regeln anfragte, ob die Teams nach 15.30 Uhr starten wollen. Der Wind hatte bei rund 12 Knoten aus westlichen Richtungen immer wieder gedreht, und Bennett hatte bereits vor dem Cup-Matches angekündigt, er werde verschieben, wenn der Wind zu unstet sei. Heute drehte der Wind nach Berichten um etwa 30 Grad auf der Kompassrose. Nach offizieller Angabe soll er um bis zu 100 Grad gedreht haben.
"Bitter Enttäuscht"
Brad Butterworth von Alinghi SUI 64 sagte offiziell (!), man sei "Bitter enttäuscht". Der Wind reichte auch bei den leichten Bedingungen aus. Die Washington Post und das britische Yachtmagazin Yachting World online schreiben heute beide ihr Unverständnis über die Verschiebung. Der Skipper von GBR Challenge sagte: Wir hatten Wind, aber der Wind drehte – also geht raus und segelt.
Der Renn-Direktor Bennett hatte bei ausreichender Windstärke gegen 13:15 Uhr Ortszeit den Start zunächst um eine Stunde verschoben. Bennett ist Mitglied des RNZYS, des neuseeländischen Clubs, der den Cup verteidigt. Die Washington Post sieht hier einen Interessenkonflikt für Bennett, obwohl diese Regelung Teil der Cup-Bedingungen sind. Seglermagazin.de sieht diesen Konflikt auch, wie wohl jeder in Deutschland. Denn bei den heutigen Windbedingungen – Flaggen auf den Schiffen stand gerade im Wind – hätte es im Louis Vuitton Cup keine Verschiebung gegeben. Und im zweiten Rennen gab es ebenso große Winddreher um 10 bis 30 Grad. Wäre heute gestartet worden, hätte NZL 82 vermeiden können, was bereits durch die Kommentare läuft: NZL 82 wird nachgesagt, bei leichten Bedingungen etwas langsamer zu sein als Alinghi SUI 64 ....... Und Millionen von Segelfans hätten ein Matchrace gesehen.
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Bertrand Pace |
Bertrand pace (Foto © Franck Socha/ americascup)
Bertrand Pacé segelte heute erstmals als neuer Taktiker an Bord von NZL 82 statt Hamish Pepper. Der 41-jährige Franzose Pacé, geboren in Dünkirchen, gilt als aggressiver Taktiker und Steuermann. Allerdings bringt er auch Ruhe ins Team durch seine Erfahrung. Das Durchschnittalter der Crew von NZL 82 liegt bei 33 Jahren, das bei Alinghi SUI 64 bei 39 Jahren – und damit bei etlichen Jahren Erfahrung mehr. So begründete auch Tom Schnackenberg von Team NZL 82 den Wechsel zu einem anderen Taktiker. Aber es wurde eben Zeit, dass die Neuseeländer etwas änderten. Und Pacé kann vielleicht die Stimmung aus dem tiefen Loch herausreißen, nachdem NZL 82 dreimal verlor. Pacé wird auch der "kleine General" genannt – was er aber nicht gern hört. Er stand viermal am Steuer eines französischen America's Cuppers. Bisher analysierte er nach dem Zieldurchgang mit Dean Barker die Rennen. Vielleicht wird Barker jetzt auch aggressiver – bisher schien er uns eine gewisse "Beißhemmung" gegenüber Coutts zu haben.
Das nächste Rennen startet am Samstag.Der Sieger braucht im "Best-of-nine" Modus fünf erste Plätze.
America's Cup 2003:
Race 4: verschoben
Alinghi SUI 64 versus NZL 82: Alinghi SUI 64, …. Sek. Vorsprung
Punktestand:
Alinghi SUI 64 : 3 Punkte
Team NZL 82: 0 Punkte
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